© FeG Eberbach | 2022
Mitarbeitermangel
Andacht
Beim Einkaufen habe ich an der Theke einer Bäckerei das Schild gelesen: „Aus personellen Gründen
bleibt diese Filiale den Rest der Woche geschlossen“. Mittlerweise hat sich der Rest der Woche auf
unbestimmte Zeit verlängert.
In den sozialen Medien wurde dieses Schild mehrfach kommentiert. An den vielen Nutzern, die nach
einer alternativen Quelle für frische Backwaren gefragt haben, sehe ich, dass es einen großen Bedarf an
Brot, Brötchen und süßen Teilchen gibt.
Überall wo man hinguckt, ob auf dem Arbeitsmarkt, in den Vereinen oder in den christlichen Kreisen,
überall wird händeringend um Personal geworben. Dieses Phänomen gab es schon zu biblischen Zeiten.
Jesus bringt das Problem zur Sprache:
„Die Ernte ist groß, aber es sind nicht genügend Arbeiter da. Betet zum Herrn der Ernte und
bittet ihn, mehr Arbeiter zu schicken, um die Ernte einzubringen.“ (Matthäus 9,37.38)
Durch alle Zeiten gab es ein Ungleichgewicht zwischen der vielen Arbeit und den zur Verfügung
stehenden Menschen, die das Werk in die Hand nahmen. Das hat sich bis heute in den christlichen
Kreisen nicht gebessert. In allen Bereichen fehlt es an begeisterten Menschen, die sich für den Auftrag
Gottes einsetzen, die frohe Botschaft vom Leben und Wirken Jesu Christi ins Ländle zu tragen.
Es gibt viele berechtigte, persönliche Gründe, warum andere für die Ernte auf Gottes Ackerfeld
geeigneter sind als ich. Ein Grund, der mir häufig begegnet, ist: „das wird mir alles zu viel!“. Aber wenn
ich dann die Aussage Jesu genauer anschaue, merke ich, dass Jesus gar nicht dazu auffordert,
Erntehelfer zu werden. Jesus bittet seine Zuhörer nur um eine Sache: „Bittet den Herrn der Ernte“. Es
geht um das Gebet für das Werk Gottes in dieser Welt.
Ich habe mich gefragt, was passieren würde, wenn alle, die diese Zeilen lesen, für die Dauer von zwei
Monaten täglich den Herrn der Ernte um Arbeiter bitten würden? Zum Beispiel für Mitarbeiter im
Kindergottesdienst; für Mitarbeiter eines Jugendkreises oder auch für Kids in action?
Wäre das zu viel für dich?