© FeG Eberbach | 2022
Die Braut gefunden
Andacht
Die Freude war groß, als Ende Februar die neue Braut in Eberbach feststand. Nach wochenlanger
Brautschau, wurde die Braut gefunden. Die Braut ist dick, lang und kostete am meisten Geld – ideal für
den frisch gebackenen Bräutigam. Die Rede ist vom Baumstamm mit der Nummer 219. Die Lärche war
mit 3.900,-€ die teuerste „Braut“ bei der diesjährigen Holzsubmission in Eberbach. „Braut“ wird der
Baumstamm genannt, für den der höchste Preis geboten wird.
In der Bibel wird das Sinnbild von Braut und Bräutigam auf Jesus Christus und die an ihn gläubigen
Menschen gebraucht. In Jesaja 62,5 steht:
„wie sich ein Bräutigam freut über die Braut, so wird sich dein Gott über dich freuen.“
Das Verhältnis zwischen Gott und dem Menschen wird in der Bibel mit einer Beziehung verglichen. Jesus
Christus ist der Bräutigam, der sich auf die Suche nach einer Braut macht. Mit allen Menschen, die Jesus
lieben, möchte er einen ewigen Bund eingehen, der in Ewigkeit nicht gebrochen werden kann.
Was bei einer menschlichen Braut oftmals als Makel angesehen wird – zu dick, zu lang, zu hohe Kosten,
das ist aus Gottes Sicht kein Ausschlusskriterium.
Bei der Holzsubmission entscheidet der Bieter, wieviel ihm die Braut wert ist. In einem Briefumschlag
wird ein Gebot abgegeben. Am Ende entscheidet das höchste Gebot darüber, wer die Braut ist.
In Gottes Augen haben wir Menschen auch einen Wert. Jesus ist dein Leben so viel wert, dass er bis zum
Äußersten gegangen ist, und mit seinem eigenen Leben am Kreuz bezahlt hat, um den Brautpreis zu
bezahlen.
Die Auktion in der Au ist beendet. Der Preis bezahlt. Aber die Braut wurde noch nicht nach Hause geholt.
Im letzten Buch der Bibel wird das Bild der Braut wieder aufgegriffen. Dort wird beschrieben, wie Gott
als Brautvater seinem Sohn Jesus Christus die an ihn Gläubigen als Braut zuführt. Es gibt eine Hochzeit
zwischen Jesus Christus und den gläubigen Christen. Auf diesen Tag dürfen sich alle freuen, die einen
Ehebund mit dem Bräutigam eingegangen sind.